Nächste Lieferwoche KW39

Krankheiten und Schädlinge von Heckenpflanzen

Auch bei Heckenpflanzen kann es vorkommen, dass diese von Krankheiten oder Schädlingen befallen sind. Die Ursachen für eine Erkrankung oder den Schädlingsbefalls sind zumeist ein für die jeweilige Pflanze ungünstiger Standort oder schlechte klimatische Bedingungen. Welche Schädlinge und Krankheiten an Hecken auftreten können ist von Heckenpflanze zu Heckenpflanze unterschiedlich. Neben Pilzerkrankung sind viele Heckenarten anfällig für den Befall von krankheitsverursachenden Insekten, wie zum Beispiel die Woll- und Blattläuse, Trauermücken, weiße Fliegen und Spinnmilben. Sollte ihre Hecke von Krankheiten oder Schädlingen befallen sein, ist umgehendes Handeln gefragt, um die Ausbreitung dieser so schnell wie möglich zu verhindern.

Welche Krankheiten und Schädlinge könnten auftreten?

  • Pilz- und Rostkrankheit:

Pilz- und Rosterkrankungen treten vermehrt dann auf, wenn die gegebenen klimatischen Bedingungen nicht mit den Ansprüchen der Heckenpflanze kompatibel sind, das heißt, wenn es längere Zeit zu feucht oder aber zu trocken für die Pflanzenart ist. Häufig vorkommende Pilzkrankheiten sind unter anderem die Blattfleckenkrankheit oder auch der Mehltau, Sternrußtau oder Rosenrost. Ein Pilz der beispielsweise ausschließlich Buchsbaum anfällt ist der sogenannte Pilz ,Cylindrocladium buxicola´. Aufgrund der wechselnden Klimabedingungen in Deutschland kann sich dieser Pilz optimal ausbreiten und verursacht im schlimmsten Fall das Sterben ihrer Buchsbaumhecke. Achte Sie daher darauf ihre vorhandene Buchsbaumhecke, mit regelmäßiger Düngung und einer guten Pflege, präventiv zu stärken.
Entdecken Sie auf den Blättern ihrer Hecke andersfarbige Flecken oder einen untypischen Blattabfall, könnte ihre Hecke unter einem Pilzbefall leiden. Hier ist schnelles Handeln gefragt, um das Eingehen bzw. Triebsterben sowie den Abfall der Blätter zu verhindern. Bei einem Pilzbefall sollten Sie die betroffenen Stellen großzügig herausschneiden und die geschädigten Teile anschließend entfernen. Um die weitere Verbreitung des Pilzes zu verhindern ist es ratsam, die abgeschnittenen Teile sowie den dabei abgefallenen Laub nicht im Gartenkompost zu entsorgen.

  • Schädlingsbefall:

Je nach Heckenpflanze kann es zum Befall unterschiedlicher Schädlinge kommen. In der Regel beschädigen sie dabei vor allem das Blattwerk der Heckenpflanze, fressen dieses an oder legen dort ihre Larven ab. Durch den Insektenbefall verändert sich also nicht nur die Optik ihrer Hecke, sondern sie verliert ebenso an Vitalität. Je nachdem welche Schädlingsart in ihrer Hecke nistet, die Auswirkungen reichen von leichten optischen Veränderungen, über die Gefährdung des Wuchses bis hin zum Aussterben ihrer Heckenpflanze. Ist ihre Hecke beispielsweise vom sogenannten Dickmaulrüssler ,Otiorhynchus´ befallen, kann dies erhebliche Schäden verursachen. Die Larven dieses Schädlings können die Wurzeln der Pflanze befallen, was im schlimmsten Falle das Eingehen der Pflanze zur Folge hat. Besonders bevorzugt befällt der Dickmaulrüssler Pflanzenarten wie zum Beispiel den Kirschlorbeer, Eibengewächse oder auch Liguster, wobei grundsätzlich nahezu alle Pflanzenarten von diesem Schädling befallen sein können. Schädlinge, die gerne in Buchenhecken nisten und dort große Schäden anrichten können, sind unter anderem die sogenannte weiße Fliege, die Hainbuchenspinnmilbe und die Buchenwollaus. Sind die Buchenblätter mit einem feinen Netz umsponnen, kann dies auf Spinnmilben hinweisen. Diese sowie auch die weiße Fliege richten zumeist nur kleine Schäden an, ihre Verbreitung kann durch die einmalige Anwendung eines Insektizids gestoppt werden. Die Buchenwolllaus hingegen ist vor Insektiziden geschützt. Um ihre Buche von diesem Schädling zu befreien, müssen spezielle Präparate eingesetzt werden, die die Sauerstoffzufuhr unterbinden.

Wie kann man Krankheiten und Schädlingsbefall vorbeugen?

Ein regelmäßiger Schnitt der Heckenpflanze ist eine gute Möglichkeiten Krankheiten und den Befall von Schädlingen vorzubeugen. Auch die passende Düngung und die richtige Wahl der Heckenpflanzenart für die gegebenen Standortverhältnisse sind Möglichkeiten, um den Befall von Pilzen oder Schädlingen präventiv zu verhindern. Ein genaues informieren über die Ansprüche der jeweiligen Pflanzenart, bereits vor dem Kauf, ist daher ratsam. Auch das gründliche Säubern und wenn möglich Desinfizieren ihrer Gartengeräte nach getaner Gartenarbeit ist eine Möglichkeit der Vorbeugung. Ebenso kann das Schaffen geeigneter Lebensräume für natürliche Nützlinge, wie beispielsweise Schwebwespen und Marienkäfer, ihren Garten vor pflanzenschädigende Insekten schützen. Der Einsatz chemischer Mittel sollte nur im Notfall in Erwägung gezogen werden, da dies für viele hilfreiche und pflanzenschützende Insekten schädlich ist. Bei Verwendung dieser Mittel sollte zudem strikt die Gebrauchsanweisung beachtet werden.

Weitere Informationen:

 
 
 
 

Kommentar schreiben

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.